Die Gebietskulisse der WRRL des Hessischen Rieds ist um das Gebiet rund um Rüsselsheim erweitert worden.
Der WBL Hessen hat diesen Beratungsauftrag, der das Beratungsgebiet „Hessisches Ried“ nach Norden abrundet, seit 01.01.2018 übernommen.
Südliches Ried, Bergstraße, Riedsande und Nördliches Ried werden Richtung Norden mit dem Beratungsgebiet „Mainterrassen“ erweitert. Insgesamt 2.300 ha sind neu hinzugekommen.

Diese Gemarkungen zwischen Bischofsheim und Kelsterbach sind hochinteressant, so die WRRL-Beraterin Rebekka Schaupmeier. Wechselnde Böden und eine enorme Vielfalt von Kulturen, fordern die Beratung besonders heraus.

Die Landwirte im Gebiet, allesamt Spezialisten in ihren Bereichen, diskutieren zur Eröffnungsveranstaltung. „Warum ist das Gebiet rot eingezeichnet?“, „Welche Brunnen werden gemessen?“ und „Wo ist die Transparenz der Probenahme und deren Ergebnisse?“.
Frau Dr. Schneider (Regierungspräsidium Darmstadt) stellte sich den Fragen der Landwirte. Sie unterrichtete in ihrem Vortrag über die Gründe, die dazu geführt haben, dass in diesem Gebiet nun die „Intensivberatung“ angeboten wird.

         Was leistet die WRRL-Beratung für die Landwirte?
         1.) N-min Proben im Herbst und Frühjahr
         2.) Vegetationsbegleitende Maßnahmen
               - Chlorophyllmessungen
               - Pflanzensaftmessungen (Nitrachek) mit entsprechenden Düngeempfehlungen
               - Bodenstickstoffmessungen mit Nitrachek
         3.) Unterstützung beim Einstellen von Düngestreuern, Überprüfen der Querverteilung,
              Überprüfen der Ausbringmengen

         4.) Erstellen einer Düngeempfehlung und Hoftorbilanz
         5.) Beratung beim Zwischenfruchtanbau
         6.) Rapswaage
         7.) Analysen von Wirtschaftsdüngern
         8.) Infoveranstaltungen und Feldrundfahrten

Das gesamte Angebot ist kostenlos.

Das Team mit Rebekka Schaupmeier, Matthias Schwaiger, Zaur Jumshudov, Hans-Georg Becker und Daniel Bohnacker stehen den Landwirten bei allen Fragen rund um die Düngung zur Seite.

Ulrich Feißel, Grundberater WRRL beim LLH in Hessens Süden, stellte zur Eröffnungs-veranstaltung das Angebot des LLH vor. Diese Grundberatung können alle Betriebe, auch die außerhalb der WRRL-Beratungsgebiete in Anspruch nehmen.


Eine rege Diskussion begleitete die Veranstaltung.

Stand 09.03.2018

Falls es für Ihre Kulturfolge noch keine Referenzwerte gibt, können vorerst auch die Orientierungswerte aus der WRRL-Beratung verwendet werden, diese müssen jedoch korrigiert werden, sobald Referenzwerte für die Kulturfolge verfügbar sind.

Nmin-Referenzwerte nach Kulturfolge für die Düngebedarfsermittlung:

 

Kultur 2018

Vorfrucht (Kultur 2017)

Anzahl

0-30 cm

30-60 cm

60-90 cm

Summe 0-90 cm

Winterweizen

Winterweizen

22

16

14

13

43

Winterweizen

Winterraps

12

22

14

18

54

Winterweizen

Sommergerste

3

16

14

12

42

Winterweizen

Zuckerrübe

22

23

16

12

51

Winterweizen

Mais

18

18

15

16

49

Winterweizen

Zwiebel

9

24

22

19

65

Winterweizen

Kartoffeln

7

13

13

15

41

Winterweizen

Buschbohnen

3

25

43

43

111

Wintergerste

Winterweizen

15

17

10

7

34

Wintergerste

Wintergerste

7

10

9

7

26

Wintergerste

Winterraps

5

10

9

5

24

Wintergerste

Zwiebel

3

14

12

9

35

Winterroggen

Winterroggen

3

6

4

4

14

Winterraps

Winterweizen

6

18

9

9

36

Winterraps

Winterroggen

3

6

4

4

14

Winterraps

Wintergerste

5

10

7

5

22

Sommergerste

Winterweizen

5

32

23

29

84

Sommergerste

Zuckerrübe

6

16

15

12

43

Zuckerrübe

Winterweizen

32

24

20

17

61

Zuckerrübe

Wintergerste

12

27

21

25

73

Mais

Winterweizen

7

17

11

6

34

Kartoffeln

Winterweizen

9

16

14

15

45

Kartoffeln

Wintergerste

3

14

14

14

42

Schnittlauch

Schnittlauch

3

18

14

14

46

Dauergrünland

Dauergrünland

5

8

5

4

17


Nmin-Orientierungswerte nach Erntefrucht 2017:

 

Kultur 2017

Anzahl

0-30 cm

30-60 cm

60-90 cm

Summe    0-90 cm

Winterweizen

110

20

14

13

47

Winterhartweizen

3

23

21

12

56

Wintergerste

37

17

14

10

41

Winterroggen

8

6

4

4

14

Sommergerste

14

17

15

9

41

Sonstige Getreide

7

23

21

26

70

Winterraps

17

21

12

13

46

Zuckerrübe

33

23

16

12

51

Mais

26

17

12

12

41

Kartoffeln

17

16

11

15

42

Zwiebel

15

20

18

19

57

Spargel

4

18

16

14

48

Buschbohnen

6

21

33

38

92

Küchenkräuter

4

16

12

10

38

Gemüse

12

21

17

15

53

Grünland

7

8

5

4

17

Gesamt

341

19

14

12

45


Die Orientierungswerte beziehen sich auf die jeweilige Vorkultur. 

In den Tabellen sind die Mediane für die Bodenschichten angegeben.

 

Für Fragen steht Ihnen das Team der WRRL-Beratung gerne zur Verfügung.

Hier finden Sie die PDF-Version zum Ausdrucken: 

Stand 06.02.2018

In der Grafik unten (Abbildung 1) sind die aktuellen Frühjahrs-Nmin-Werte 2018 dargestellt.

Bisher wurden im Hessischen Ried 101 Nmin-Bodenproben analysiert und ausgewertet. Die Frühjahrsbeprobung startete am 26.01.2018 (KW 4).

Die Mediane in 0-90 cm reichen von 32 kg N/ha nach Wintergerste bis 76 kg N/ha nach der Kategorie „Sonstige“. Bei den bisher vorliegenden Ergebnissen zeigt sich eine relativ homogene Verteilung des Nmin auf die einzelnen beprobten Bodenschichten (0-30 cm; 30-60 cm und 60-90 cm).


Im Durchschnitt aller bisher ausgewerteten Flächen liegt der Frühjahrs-Nmin-Gehalt (0-90 cm) bei 47 kg N/ha und ist somit aktuell niedriger als der Herbst-Nmin-Gehalt 2017 mit 73 kg N/ha.

Im Vergleich dazu wurde im Frühjahr 2016 bei 409 beprobten und ausgewerteten Dauerbeobachtungsflächen nur in den Bodenschichten 0-60 cm ein mittlerer Nmin-Wert von 52 kg N/ha gemessen und lag damit deutlich über dem aktuellen mittleren Frühjahrs-Nmin-Wert. 

Abbildung 1: Mediane der Frühjahrs-Nmin-Werte [kg N/ha] (Stand 06.02.2018) im Hessischen Ried in den drei beprobten Bodentiefen 0-30 cm, 30-60 cm und 60-90 cm unter der jeweiligen Erntefrucht 2017. Die Zahlen in den Balken zeigen die Anzahl der beprobten Dauerbeobachtungsflächen.

In unserem Beratungsrundbrief möchten wir Ihnen die wichtigsten Änderungen für das laufende Jahr und insbesondere für die anstehende Frühjahrsdüngung mit Stickstoff und Phosphat erläutern und Ihnen einen kurzen Überblick geben, was Sie für Ihre Düngebedarfsermittlung berücksichtigen müssen.

Zum Rundbrief gelangen Sie hier:

Excelrechner und Vorlagen zur Düngebedarfsermittlung des LLH:

https://www.llh.hessen.de/pflanze/boden-und-duengung/duengeverordnung/duengebedarfsermittlung-fruehjahr-2018/

 

Die neue Düngeverordnung auf der Seite des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft:

https://www.bmel.de/DE/Landwirtschaft/Pflanzenbau/Ackerbau/_Texte/Duengung.html

 

Die neue Düngeverordnung – Der Gesetzestext:

https://www.gesetze-im-internet.de/d_v_2017/D%C3%BCV.pdf

Vorlagen und Erläuterungen zur Düngebedarfsermittlung im Gemüsebau des LLH:

https://www.llh.hessen.de/pflanze/gemuesebau-und-kraeuter/duengebedarfsermittlung-im-gemuesebau/

 

Die Getreideernte ist in vollem Gange und die Vorbereitungen für die Folgekultur laufen bereits. Mit Inkrafttreten der neuen Düngeverordnung am 02.06.2017 können sich für die Folgekultur Änderungen für die Bewirtschaftung ergeben.  Mit unserem Rundbrief (einsehbar über die Rubrik ´Downloads´) möchten wir Sie über die wichtigsten Neuerungen informieren!